Intervallfasten

Im Vergleich zum Fasten darf beim Intervallfasten („intermittent fasting“) sehr wohl gegessen werden, jedoch nur in bestimmten Zeitfenstern. Dadurch ist diese Art des Fastens auch besonders gut in den Alltag integrierbar. Du kannst Familienfeiern im Voraus planen, musst nicht auf den Becher Popcorn beim Kinoabend verzichten und kannst dich auch einmal ganz ohne schlechtem Gewissen am Abend von deinem Partner kulinarisch verwöhnen lassen – weil du es eben so vorausplanst.

Das Prinzip ist sehr simpel: Du planst längere Fastenperioden ein, um dann in einem bestimmten Zeitfenster deine Mahlzeiten einzunehmen.

Aber wie sieht das nun in der Praxis aus? Gegessen wird grundsätzlich täglich, jedoch nur in einem bestimmten Zeitfenster. Beliebte Methoden dazu wären 16:8; 18:6; 20:4. Hierbei wird jeweils 16, 18, oder gar 20 Stunden komplett auf Kalorien in jeglicher Form verzichtet. Erlaubt sind in dieser Zeit nur Wasser, ungesüßte Tees und schwarzer Kaffee.

Schauen wir uns das 18/6 Prinzip einmal genauer an. Das „canceln“ der laut früheren Annahmen „wichtigsten“ Mahlzeit des Tages, dem Frühstück, welches jedoch speziell im Arbeitsalltag oftmals keine soziale Komponente hat, lässt das Fettverbrennungsfenster von der letzten Mahlzeit am Vortag (19 Uhr) zur ersten am Folgetag (13 Uhr) auf bis 18 Stunden erweitern – ideal um effektiv Fett zu verbrennen, da es in dieser Zeit zu keinem Insulinpeak kommt, der die Fettverbrennung hemmt.

Die „eingesparten“ Kalorien vom Frühstück wirken sich außerdem positiv auf deine Gesamtkalorienbilanz aus und „Ausrutscher“ werden dadurch besser kompensiert. Idealerweise nimmst du nun gegen 13:00 Uhr deine erste Mahlzeit ein und versorgst deinen Körper mit hochwertigem Protein um die Muskulatur in einer Diätphase optimal zu schützen. Regionales, saisonales und frisches Gemüse runden das Mittagessen perfekt ab.

Wie man weiß, wirkt sich zu spätes Essen negativ auf die Schlafqualität aus und daher sollte die zweite Mahlzeit des Tages, das Abendessen, gegen 19:00 gegessen werden. Natürliche Regenerationsprozesse laufen in weiterer Folge deutlich besser und führen zu mehr Power im Alltag und einer Steigerung der Leistungsfähigkeit im Beruf.

Auch wenn beim „Intervallfasten“ die eine oder andere Sünde toleriert werden kann, solltest du generell zu mindestens 80% „clean“ essen. Die Zuckerreduktion führt nämlich zu einer Verbesserung der Spannkraft des Bindegewebes und strafft die Haut besser als jede Hautpflegecreme.

Das Intervallfasten ist ein sehr flexibles System und lässt sich auf diverse Zielsetzungen anwenden. Die Umstellung erfordert in der Anfangsphase Disziplin, jedoch passt sich dein Körper schnell an und stellt sich auf die neuen Gegebenheiten ein. In Kombination mit drei Einheiten Sport pro Woche werden maximale Resultate möglich.

emcools/Gastautor Christopher Frank

Christopher Frank

Christopher Frank ist Ex-Fußballprofi und seit vielen Jahren Personal Trainer. Christopher ist vielen von euch sicher auch bekannt aus der ATV TV-Serie „Der Speck muss weg“ und durch seine Bücher zum Thema Low Carb und gesunde Ernährung.

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