Skinny fat – „Normales Gewicht“ aber viel Körperfett?

Laut wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass stark übergewichtige Menschen eine um 8 – 10 Jahre geringere Lebenserwartung haben. Damit ist Fettleibigkeit ähnlich gefährlich wie Rauchen. Dass jedoch auch „Normalgewichtige“ mit Fett zu kämpfen haben ist für viele neu. 

Hast du schon einmal von dem Begriff „Skinny fat“ gehört? Es ist ein Irrglaube, dass schlanke Menschen auch einen niedrigen Körperfettanteil haben. Der BMI (Body-Mass-Index) gibt grundsätzlich Auskunft über das Verhältnis von Körpergröße zu Gewicht. Faktoren wie Wasser-, Fett- und Muskelanteil werden nicht berücksichtigt.

Skinny fat bedeutet übersetzt schlank und gleichzeitig dick, schwabbelig und nicht straff. Beine, Arme, Po und Bauch sind nicht durchtrainiert, sondern weich und neigen zu Cellulite. Das tiefliegende Fett ist nicht nur optisch, sondern vielmehr ein gesundheitliches Problem. Bauchfett – auch Viszeralfett – wirkt sich negativ auf den gesamten Stoffwechsel aus. Es ist vielmehr als nur ein Speicher für Energiereserven. Die Fettzellen tief in der Bauchhöhle sind sehr stoffwechselaktiv und es kommt zur Ausschüttung vieler „giftigen“ Botenstoffe, die negative Kettenreaktionen in unserem Metabolismus auslösen. Das Risiko für Krebs, Diabetes und Herz-Erkrankungen ist enorm.

Crash-Diäten, Junk Food, Abnehmen ohne Sport und falsche Trainingsprogramme (stundenlanges Cardio) sind die Hauptursachen.

  1. Grundsätzlich würde es sinnvoll erscheinen, die Kalorienzufuhr zu verringern um Fett abzubauen. So einfach ist es leider nicht. Extrem kalorienreduzierte Diäten (unter 500 Kalorien pro Tag) führen zu kompensatorischem Verhalten deines Körpers. Die Gegenregulation kennzeichnet sich durch eine Verlangsamung des Stoffwechsels aus. Dein Körper schaltet auf „Sparflamme“, senkt den Grundumsatz und es kommt zu einer Steigerung der Hungerhormone Leptin und Ghrelin. Was bedeutet das für dich in der Praxis? Hungern hilft nicht und führt in weiterer Folge zu dem sogenannten „Jojo-Effekt“.
  2. Auch exzessives Ausdauertraining kann kontraproduktiv wirken. In den Medien wird es uns sehr oft als der Nummer 1 „Fatburner“ verkauft, jedoch stimmt das nicht. Warum ist das so? Bei stundenlangem Cardio-Training kommt es zu einer signifikanten Steigerung des Cortisolspiegels und das führt zur Reduktion wertvoller Muskelmasse. Gerade in deiner Diätphase sollte der Muskel durch eine hohe Zufuhr von Protein geschützt werden, denn ansonsten greift dein Körper als erstes immer auf das Muskelprotein zu und nicht auf das Fettgewebe.
  3. Junk Food ist ein weiterer Faktor, der negativ auf deine Fettverbrennung wirkt. Werden deinem Körper viel verarbeitete Lebensmittel mit niedriger Qualität zugeführt, sinkt auch deine allgemeine Leistungsfähigkeit.

Was es zu verstehen gilt:

  • Beim Thema „Fatburning“ macht die Ernährung 80% aus.
  • Eine Zuckerreduktion kurbelt deinen Metabolismus an.
  • Krafttraining strafft deinen Körper. Das vorhandene Körperfett wird durch lean body mass ersetzt. Das Resultat ist ein starkes Bindegewebe und ein besseres Verhältnis von Muskel zu Fett. Dein Körper wird definierter, ästhetischer und gesünder.
Christopher Frank beim Training

Christopher Frank

Christopher Frank ist Ex-Fußballprofi und seit vielen Jahren Personal Trainer. Christopher ist vielen von euch sicher auch bekannt aus den ATV TV-Serien „Der Speck muss weg“ sowie "Teenager werden Mütter" und durch seine Bücher zum Thema Low Carb und gesunde Ernährung.

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